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Das Gymnasium Neufeld und die klassische Moderne

Das Gymnasium Neufeld ist heute für seine hohe pädagogische Qualität bekannt. Doch nicht nur die zahlreichen Preisträgern unter den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums überzeugen. Auch das in den 1960er-Jahren errichtete Gebäude, das als Zeitzeuge der klassischen modernen Architektur gilt, fällt ins Auge. Gerade die Aussenraumgestaltung ist von hohem denkmalpflegerischen Wert.

Das Gymnasium Neufeld aus den 1960er-Jahren.

Hohes pädagogisches Niveau mit zahlreichen Preisträgern

Seit der offiziellen Einweihung des Gebäudes 1966 kann im Gymnasium Neufeld die gymnasiale Matura absolviert werden. Das Gymnasium erfreut sich grosser Popularität vorwiegend in den künstlerischen Fächern wie Musik und Bildnerisches Gestalten. Der langjährige Musiklehrer Adolf Burkhardt (1934-2002) baute die Musikabteilung aus und gründete einen Chor sowie ein Orchester. Die öffentlich stattfindenden Konzerte überzeugen nach wie vor jedes Jahr durch ihre hohe musikalische Qualität. 

Die Abteilung für Bildnerisches Gestalten stellt jeweils die Konzertplakate her sowie Plakate für andere Veranstaltungen, wie beispielsweise dem Festival International de Films Fribourg. Das hohe pädagogische Niveau ist aber auch an den vielen Preisträgern von Wissenschafts-Olympiaden ersichtlich. Regelmässig gewinnen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Neufeld diese internationalen Wettbewerbe.

2016 wurde das 50-Jahre-Jubiläum des Gymnasiums Neufeld gefeiert.

Ein zweites Gymnasium für die Stadt Bern

Lange Zeit war das Schulhaus Kirchenfeld das einzige Gymnasium der Stadt Bern. Aufgrund verschiedener gesellschaftlicher Entwicklungen nach dem Zweiten Weltkrieg wie Wirtschaftsaufschwung, Bevölkerungswachstums und zunehmende Öffnung der Gymnasien für den Mittelstand stieg die Zahl an Gymnasiastinnen und Gymnasiasten stark an. Das alte Gymnasium Kirchenfeld genügte nicht mehr. Deshalb wurde die Errichtung eines zweiten kantonalen Gymnasiums in der Stadt Bern beschlossen.

Zwischen 1962 und 1965 wurde am anderen Ende der Stadt, am Ausgang des Länggassquartiers, das Gymnasium Neufeld errichtet. Die Einzelbauten der Architekten Hans Andres und Felix Wyler gelten heute als Zeitzeuge der klassischen Moderne und besitzen hohen denkmalpflegerischen Wert. Die Gebäude sind dem International Style verpflichtet und faszinieren durch die Stockwerkfolge, dem Raumkonzept sowie einer sorgfältigen Aussenraumgestaltung. 

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