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GIBB – die Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern

Die Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern (GIBB) ist die grösste Berufsschule der Schweiz. Das imposante Hauptgebäude wurde gleich vor Beginn des Zweiten Weltkrieges errichtet und erinnert bis heute an die grossen Werke des Architekten Le Corbusier. Heute steht es unter nationalem Denkmalschutz.

Im Le Corbusier-Stil errichtet

Im südlichen Eingangsbereich des Lorrainequartiers, gleich nach der Lorrainebrücke gegenüber von Altstadt und Bahnhof, steht das imposante Hauptgebäude der Gewerblich-Industriellen Berufsschule Bern. Das Gebäude fällt nicht nur durch seine Dimensionen auf, sondern es hebt sich auch architektonisch von den bürgerlichen Wohnhäusern der Umgebung ab. 

Sicht von der Lorrainebrücke auf das historische Hauptgebäude der GIBB.

Errichtet wurde das Bauwerk gleich vor Beginn des Zweiten Weltkrieges, zwischen 1937 und 1939. Es wurde nach Plänen des Schweizer Architekten Hans Brechbühler (1907-1989) gebaut. Der Bewunderer des französisch-schweizerischen Architekten Le Corbusier, der zu einem der einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts werden sollte, hatte zeitweilig mit dem grossen Meister in Paris gearbeitet. Deshalb erstaunt es kaum, dass das Hauptgebäude der GIBB stark von den Werken von Le Corbusier inspiriert ist. Heute steht das Gebäude unter nationalem Denkmalschutz.

Die grösste Berufsschule der Schweiz

Das Bauwerk ist nicht nur architektonisch eindrucksvoll, sondern beherbergt als Hauptgebäude den Grossteil der GIBB. Diese Berufsschule erlaubt den Lernenden sowohl eine berufliche Grundbildung zu absolvieren, als auch die Berufsmaturität zu machen. Zusätzlich werden zahlreiche Weiterbildungslehrgänge angeboten. Mit über 8000 Schülerinnen und Schüler und mehr als 600 Voll- und Teilzeitstellen ist die GIBB die grösste Berufsschule der Schweiz. 

Die GIBB ist in sechs Abteilungen organisiert. Vier davon sind nach Berufsfeldern aufgebaut: die Abteilung für Bauberufe (BAU), die Abteilung für Gewerbe-, Dienstleistungs- und Laborberufe (GDL), die Abteilung für Informations- und Energietechnikberufe (IET) sowie die Abteilung für Mechanisch-Technische Berufe (MTB). Hinzu gesellen sich zwei weitere Abteilungen mit besonderem Angebot: die Abteilung für Grundbildungen mit Attest, INSOS-Pra, Vorlehre, Kurse (AVK) und die Abteilung Berufsmaturitätsschule (BMS). 

Die transparente Stahl-Glas-Konstruktion des Berner Büro Frank Geiser.

Der neue Campus der GIBB

Im Auftrag der Stadt Bern wurde 1999 ein neuer Campus rund um das Hauptgebäude der GIBB errichtet. Der Neubau des Berner Büro Frank Geiser schuf rund 1’500 neue Unterrichtsplätze sowie eine Bibliothek, eine Aula und eine Mensa. Die transparenten Stahl-Glas-Konstruktion kontrastiert das von Hans Brechbühler entworfene, mit Kalksteinplatten verkleidete Hauptgebäude. Der neue Aussenraum knüpft nicht nur an die benachbarten Gärten, Strassen und Plätze an, sondern fungiert auch als Scharnier zwischen Brechbühlers aufgeständerter Gewerbeschule und dem offenen wie filigran wirkenden, doch erdverbundenen Geiser-Bau.

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